Arequipa, la Ciudad Blanca

Cruz del Condor
Mirador Cruz del Condor, Caņon del Colca


2. Tag: Chivay - Cruz del Condor - Chivay - Arequipa

Um 5:30 Uhr wurden wir geweckt, denn es galt möglichst früh am 50 Kilometer entfernten Aussichtspunkt Cruz del Condor zu sein, um die majestätischen Kondore beobachten zu können. Von Chivay führte die Piste am Südrand des Canyons entlang, von wo man immer wieder neue Blicke hinab zum Colca- Fluß hatte.
Nach zwei Stunden Fahrt erreichten wir schließlich den Mirador.

Kondore am Cruz del Condor
Könige der Lüfte: 5 Kondore lassen sich von den Aufwinden davontragen
(tja, wer findet den fünften?)

Der Mirador befindet sich an einer der tiefsten Stellen der Colcaschlucht. Der nördliche Canyonrand ist hier über 3000 Meter höher als der Colca-Fluß. Am Cruz del Condor- Aussichtspunkt fallen die Canyonwände immerhin noch 1.200 Meter nahezu senkrecht in die Tiefe. In der Thermik des neues Tages steigen hier oftmals Kondore in die Lüfte, was den Mirador zu einem beliebten Treffpunkt für Schaulustige macht. Tatsächlich hat man wohl nirgends sonst auf der Welt eine so große Chance, freilebende Kondore aus nächster Nähe zu beobachten.

Kondor

Der Kondor ist mit einer Flügelspannweite von über 3 Metern der größte Raubvogel der Erde. Er ist eigentlich Aasfresser, ist aber durchaus in der Lage, auch ein Schaf zu reißen. Sein mächtiger Krummschnabel ist eine gefährliche Waffe und kann auch beim Menschen tiefe Wunden verursachen.
Der 'König der Anden' wiegt bis zu 11 Kilogramm und ist ein Meister im Ausnutzen der Thermik. Bereits geringe Aufwinde tragen ihn in Höhen bis zu 5000 Meter.
Der Kondor wurde bereits von den Inka als heiliger Vogel verehrt und genießt auch heute noch bei einem Teil der Bevölkerung einen mystischen Ruf.


Es war schon ein beeindruckendes Erlebnis, als die riesigen Vögel in gerademal 10 Metern Höhe wie kleine Segelflieger über unsere Köpfe hinwegrauschten. Ich hätte den majestätischen Kondoren bei ihrem eleganten Gleitflug stundenlang zusehen können.

Kondor

Wir hatten Glück an diesem Morgen, denn nachdem wir bereits eine Stunde erfolglos am Mirador ausharrten, und schon zurückfahren wollten, tauchten plötzlich an die 10 Kondore am Canyonrand auf. Dies löste ein hektisches Treiben am Aussichtpunkt aus: Winder surrten, Objektive wurden gewechselt und neue Filme eingelegt. Jeder wollte den ultimativen Shot machen, aber ohne zumindest einem 300er Tele hatte man keine Chance die Vögel einigermaßen formatfüllend auf's Bild zu bekommen.
Nach einer weiteren Stunde am Mirador fuhren wir wieder über Chivay zurück nach Arequipa, wo wir am späten Nachmittag ankamen.

Kondor



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