Eines der bekanntesten Highlights des Grand Staircase Escalante NM sind die Lower Calf Creek Falls, die zweifelsohne zu den schönsten Wasserfällen Utahs gehören. Der Calf Creek stürzt sich hier 40 Meter nahezu senkrecht ins Tal hinunter.
Lower Calf Creek Falls
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Von der Nationalparkbehörde wurde ein fünf Kilometer
langer Wanderweg als Naturlehrpfad angelegt, und da dieser konditionell betrachtet nicht sonderlich
anspruchsvoll ist, ist er auch für Familien zu empfehlen.
Nachteil: Der Lower Calf Creek Trail ist vorallem in der Hauptsaison stark frequentiert. |
Der bereits erwähnte Calf Creek Campground ist übrigens eine echte Alternative zu einer Übernachtung in Escalante, und deshalb sehr zu empfehlen. Er ist nicht nur schön gelegen, sondern zugleich auch nahe dem Abzweig der Hole in the Rock Road von der I 12 (siehe meinen Bericht zum Devil's Garden).
| Orientierung |
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Von Escalante aus folgt man der Scenic Byway 12 in Richtung Boulder. Nach 14 Meilen, zwischen den Markern 75 und 76, zweigt man nach links zum ausgeschilderten Calf Creek Campground ab. Am Parkplatz befinden sich neben einem Toilettenhäuschen auch eine Informationstafel, sowie die Fee Registration Box. Hier hinterlegt man die Gebühr von 2 US$ (Stand Nov.02).
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Bevor man losläuft sollte man nicht vergessen, sein Parking Tag hinter die Windschutzscheibe zu legen. Ich empfehle, sich eine der kostenlosen Broschüren mitzunehmen, die am Trailhead ausliegen. Diese sind sehr informativ und enthalten neben Wissenswertem über die Flora und Fauna, auch Infos zu den einzelnen Stationen des Naturlehrpfads. Obendrein wird die Lage der Petroglyphen und Ruinen entlang des Trails beschrieben. |
Übersichtskarte |
Der gut sichtbare Pfad folgt dem Calf Creek flussaufwärts (siehe Kartenausschnitt ) und gewinnt dabei nur unwesentlich an Höhe. Entlang des Trails wurden durch das BLM mehrere Bänke aufgestellt, die zu einer Rast einladen. Der Pfad selbst ist großteils sandig, und deshalb kann ich nicht empfehlen ihn mit Trekkingsandalen zu begehen. Leichte Wander- oder Sportschuhe sollten es schon sein. Der zu Beginn recht weite Canyon wird, je tiefer man hineinläuft, immer enger und endet schließlich in einem Amphitheater aus nahezu senkrechten Felswänden. Den Wasserfall selbst bekommt man übrigens erst kurz vor dessen Erreichen zu Gesicht. Für den Hinweg benötigt man etwa eine Stunde.
Farbintensive Moose
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Fotografiertipps
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Ist das Wasser warm genug, lohnt sich ein Durchwaden des Flusses bzw. des Beckens zur gegenüberliegenden Seite, denn von dort hat man einen weiteren, schönen Blickwinkel auf die Wasserfälle (siehe Fatalis "Calf Creek Falls"). Bei meinem Besuch im November 02 war das Wasser allerdings eiskalt, und da ich meine Neoprensocken sinnvollerweise *g* im Auto gelassen hatte, mußte ich mich wohl oder übel mit den Standardmotiven begnügen.
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Möchte man auf seinen Fotos einen Schleiereffekt erzielen, so sollte man mit ca. 1-2 Sekunden belichten, soll heißen, daß man bei seiner SLR am besten auf Halbautomatik wechselt. Nun stellt man die gewünschte Belichtungszeit ein, und die Kamera berechnet die zugehörige Blendenzahl. Hat man einen schnellen Film (ISO 400-800) drin, kann die lange Verschlusszeit - vorallem bei starker Sonneneinstrahlung - zu Problemen führen, da die Blende nicht weit genug geschlossen werden kann. Deshalb empfehle ich für einen brauchbaren Schleiereffekt unempfindliche Filme (ISO 50-100), sowie die Verwendung eines Polfilters, der auch noch einmal 1-2 Blendenstufen "beisteuert". Unnötig zu erwähnen, daß solch lange Belichtungszeiten zwingend ein Stativ voraussetzen. Besitzer von vollautomatischen Sucherkameras haben bzgl. Schleiereffekt allerdings Pech, da sich die integrierten Belichtungsprogramme nur sehr schwierig "überlisten" lassen. :-( |
Fast 40 Meter stürzt sich hier der Calf Creek ins Tal hinunter |
Fährt man übrigens die Scenic Byway 12 noch ein paar Meilen weiter in Richtung Boulder, so kommt man links an einem ausgeschilderten Viewpoint vorbei. Hier lohnt sich ein kurzer Stop, denn die Aussicht auf die zerklüftete Waterpocket Fold und den Dixie National Forest ist vorallem bei gutem Wetter herrlich (siehe Foto unten). Am Horizont erkennt man die oftmals schneebedeckten Gipfel der Dreitausender Mt. Ellen und Mt. Hillers, sowie rechts die Little Rockies.
| Copyright 1999-2003 Karsten Rau | Letzte Änderung: 25. April 2003 |