Devil's Garden, GSENM

Devil's Garden
Die Schäfchenwolken kamen als Motivhintergrund natürlich wie gerufen... ;-)

Fotografiertipps

Die Felstürme des Teufelsgarten lassen sich zu nahezu jeder Tageszeit zufriedenstellend ablichten. Egal wo die Sonne gerade steht, man findet ob der Vielzahl lohnender Motive immer eine brauchbare Kameraposition. Allerdings sollte man bei einem Besuch zur Mittagszeit schon einen Polarisationsfilter aufschrauben, um einerseits dem Licht die Härte zu nehmen, und andererseits die bei hohen Sonnenstand eher blass wirkenden Farben etwas zu "boosten".
Ist der Himmel wolkenlos oder (noch besser) leicht bedeckt, kommen die Rot- und Gelbtöne des Sandsteins so richtig zur Geltung. Aber auch wenn die Sonne mal nicht scheint, braucht man noch lange nicht die Flinte ins Korn, äähm ...die Kamera in den Sand zu werfen. Man sollte sich dann aber eher auf formatfüllende Detailaufnahmen der Hoodoos konzentrieren, und nicht zuviel vom kontrastlosen Wolkeneinerlei mit auf das Bild bringen.



Wer wie ich das Glück hat, bei seinem Besuch einen mit herrlichen Schäfchenwolken garnierten Himmel vorzufinden, ist natürlich fein raus. Diese machen sich als Motivhintergrund besonders gut. Auch hier wirkt ein Polfilter (kleine) Wunder, denn nur durch dessen Einsatz heben sich die Wolken so kontrastreich vom satten Blau des Himmels ab. Ist letzterer übrigens wolkenlos, so sollte man die Bildaufteilung entsprechend anpassen und etwas tiefer anhalten.

Richtige Knallerfotos wird man allerdings (wie so oft) nur bei tiefem Sonnenstand bekommen. Einerseits bietet sich da natürlich der späte Nachmittag an, indem man z.B. auf dem Rückweg von einer Slot Canyon - Tour noch einmal einen kurzen Stop am Teufelsgarten einlegt. Leider muß man hier aber auf die herrliche zweite Hälfte der 'Golden Hour' verzichten, denn die Sonne verschwindet bereits relativ früh hinter den westlich gelegenen Straight Cliffs. Noch besser ist deshalb der frühe Morgen, wenn die aufgehende Sonne die Hoodoos in ein goldenes Licht taucht. Die zweite Variante bietet sich besonders für all diejenigen an, die mit dem Camper unterwegs sind und in der Nähe nächtigen. Aber auch für "Hotelbettbesitzer" aus Escalante ist dies aufgrund der geringen Entfernung durchaus eine Überlegung wert. Natürlich hatte auch ich mir während meines Besuchs im November 2002 vorgenommen zur morgendlichen 'Golden Hour' zum Teufel zu gehen *g*, allerdings war am 'Stichtag' der Himmel dummerweise völlig wolkenverhangen, und so mußte ich meine Sunrise- Shots leider canceln. :-( Kann ja nicht immer klappen!

Metate Arch, Devil's Garden
Der filigrane Metate Arch

An Objektiven empfehle ich ein mittleres Tele, sowie ein Superweitwinkel (24mm oder kleiner) mitzunehmen. Ich selbst hatte im Devil's Garden vorallem mein 24-85er Zoom und das 20mm WW im Einsatz. Um zum Beispiel den nachfolgend beschriebenen Metate Arch komplett auf's Bild zu bekommen ist ein 20mm Objektiv goldrichtig.

Metate Arch, Devil's Garden
Metate Arch

Metate Arch

Dieser spektakuläre Felsbogen ist sicherlich eine der Hauptattraktionen des Teufelsgarten und aus diesem Grund ein bereits vielfach abgelichtetes Fotomotiv. Der filigrane Arch liegt nur wenige hundert Meter vom Parkplatz entfernt innerhalb einer kleinen Felsgruppe. Der Bogen ist eigentlich überraschend klein und von weiten relativ unscheinbar, und so kann es durchaus passieren, daß man zweimal hinsehen muß, bis man ihn entdeckt. Aber keine Angst, er ist wirklich schnell gefunden!
Da der Metate Arch bereits von vielen namhafte Fotografen aus nahezu jeder Position abgelichtet wurde, war es nicht gerade einfach, einen neuen Blickwinkel zu finden. Nach einiger Zeit des Suchens und Ausprobierens wurde ich schließlich doch noch fündig (siehe Foto links). Die benötigten Zutaten: Ein klein wenig Klettern, jede Menge Probleme beim Aufbau des Stativs auf einer (eigentlich) nicht vorhandenen Miniplattform, und ein 20mm Superweitwinkelobjektiv. ;-)



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Copyright 1999-2003   Karsten Rau   Letzte Änderung: 17. März 2003