Der Inka- Trail nach Machu Picchu

Aguas Calientes
Aguas Calientes

Ich übernachtete im sehr zu empfehlenden Hostal "Gringo's Bill" in Aguas Calientes. Das kleine Dorf hat sich zur wichtigsten Übernachtungsstätte auf dem Weg nach Machu Picchu gemausert. Hier halten die aus Cusco kommenden Züge und starten die Pendelbusse zu den Ruinen. Aguas Calientes hat sich mittlerweile komplett auf die Touristenströme eingestellt, und so findet man hier neben vielen Hotels auch gute Restaurants und Kneipen, die aber alle recht teuer sind.
Am nächsten Tag fuhr ich mit einem der ersten Busse die Serpentinen hoch nach Machu Picchu. Es war nicht so nebelig wie am gestrigen Morgen und so wollte ich zuerst noch einmal zum Intipunku laufen, um den Blick auf die Ruinen zu genießen.



Blick vom Sonnentor (Intipunku) hinunter nach Machu Picchu
Blick vom Sonnentor (Intipunku) hinunter nach Machu Picchu

Ich war der einzige am Sonnentor. Die Wanderer des Inkatrails waren bereits alle bei den Ruinen und für die ganzen Tagestouristen war es noch zu früh. Erst nach einer halben Stunde, als ich mich wieder auf den Rückweg machte, kamen mir die ersten Touris entgegen.
Mein nächstes Ziel war die Besteigung des Huayna Picchu (Junger Gipfel). Der markante, von den Inkas als Beobachtungsturm genutzten Felssporn erhebt sich 300 Meter über der Ruinenanlage. Auf den ersten Blick erwartet man einen technisch schwierigen Aufstieg, jedoch ist der Trail gut ausgebaut und deshalb ohne Hilfsmittel begehbar. Nichts desto weniger ist der Pfad teilweise sehr steil und ausgesetzt. Es gab auch schon Abstürze!
Der Aufstieg beginnt hinter dem Heiligen Felsen (Pachamama Huasi) im Norden der Ruinenanlage. Dort steht eine kleine Hütte, wo man sich registrieren lassen muß. Der Aufstieg dauert ca. 60-90 min und stellt für jeden fitten und einigermaßen schwindelfreien Wanderer kein Problem dar. Kurz unterhalb des Gipfels mußte ich noch auf allen Vieren durch einen wirklich engen Felstunnel kriechen. Etwas "Beleibtere" sollten es gar nicht erst versuchen, sie bleiben garantiert stecken! Aber keine Angst, man kann den Tunnel auch umgehen (jedoch sehr ausgesetzt!).


Blick vom Huayna Picchu
Blick vom Gipfel des Huayna Picchu

Auf dem Gipfel kann es bei entsprechendem Andrang recht eng zugehen und so kann es durchaus passieren, daß man für "sein" Gipfelfoto etwas anstehen muß.
Die Aussicht von hier oben ist überwältigend: Hinter den Ruinen erhebt sich der Machu Picchu (alte Gipfel). Links davon erkennt man das Sonnentor und den Trail hinunter zur Inkastadt. Rechts im Tal bahnt sich der Urubamba seinen Weg.

Du willst mehr sehen? Kein Problem! Wie wär's mit einem 180°- Panorama vom Gipfel des Huayna Picchu? Hier geht's lang!

Die ersten 100 Meter vom Abstieg (anderer Weg als beim Aufstieg) sind so richtig steil und man sollte sich schon konzentrieren. Ein "Stolperer" wäre hier nicht wirklich lustig.
Es war jetzt schon früher Nachmittag und Zeit für mich zurück nach Aguas Calientes zu gehen, um den Zug nach Cusco nicht zu verpassen.
Die Fahrt durch das Urubamba-Tal dauerte fast 5 Stunden und war ein schöner Abschluß der Machu Picchu - Tour.


Der Zug zurück nach Cusco
Der Lokalzug zurück nach Cusco

Der Zug schaukelte in "Beinahe-Schrittgeschwindigkeit" gemütlich dahin und während die atemberaubende Landschaft an mir vorbeizog, ließ ich noch einmal die letzten Tage Revue passieren. Es waren wirklich fünf tolle, erlebnisreiche Tage und ich kann den Inkatrail nur jeden wärmstens empfehlen!

Kondor



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Copyright 1999-2002   Karsten Rau   Letzte Änderung: 20.Juli 2000