St. Denis


Le Barachois im Abendrot

Stadtrundgang

St. Denis' Sehenswürdigkeiten liegen zum Großteil zentrumsnah und können daher problemlos zu Fuß erreicht werden. Problematisch wird es, wenn man mit dem Auto ins Centre fahren möchte. Ich habe selten ein so wirres und undurchsichtiges Einbahnstraßensystem erlebt wie hier! Und so dreht man auf der Suche nach dem Hotel oder einen Parkplatz garantiert die eine oder andere Ehrenrunde, weil man zum x-ten Male in die "Einbahnstraßenfalle" getappt ist. Abhilfe schafft hier nur ein guter Stadtplan mit den eingezeichneten Fahrtrichtungen. Ihn gibt es kostenlos im Office de Tourisme.
Einen freien Parkplatz in Zentrumsnähe zu finden ist tagsüber nicht einfach, und so muß man entweder etwas außerhalb parken oder sich einen Parkschein lösen. Eine weitere Möglichkeit ist der Großparkplatz unterhalb des Petit Marché. Dort kann man sein Auto die erste Stunde umsonst abstellen.


Am besten startet man seinen Stadtbummel in der Fußgängerzone, die einen Großteil der Rue Maréchal Leclerc umfaßt. Hier findet man eine Vielzahl von Geschäften, Boutiquen, Cafés und Souvenirshops. Nahe der Kreuzung mit der Rue Jules Auber befindet sich die Grande Mosquée, deren schönes Minarett schon aus einiger Entfernung zu sehen ist. Von hier ertönt jeden Abend der Gebetsruf des Muezzin (freilich vom Tonband ;-). Die islamische Gemeinschaft in St. Denis ist sehr traditionell, und so begegneten mir des öfteren Frauen, die in ihrer Burka verhüllt waren. Man darf die Moschee betreten, jedoch sollte man sich angemessen verhalten und kleiden (soll jetzt aber nicht heißen, daß jeder 'ne Burka überstreifen muß! *g* Vielmehr sollte man - gerade als Frau - vielleicht nicht gerade sein freizügigstes Outfit wählen. ;-)). Schuhe muß man (natürlich) ausziehen, Fotografieren ist verboten.
Nicht weit von der Moschee entfernt befindet sich der farbenfrohe Hindutempel Tamoul Kalikambal. Bereits das bonbonfarbene Eingangstor ist sehenswert. Man kann die Tempelanlage besichtigen, jedoch sollte man dies auch hier mit dem nötigen Respekt tun. Schuhe müssen ausgezogen werden, ebenso alle Lederwaren wie Gürtel, Tasche etc. Fotografieren ist nicht erlaubt.


Tempel Tamoul Kalikambal
Eingangstor zum Tempel Tamoul Kalikambal


Schräg gegenüber befindet sich Le Petit Marché, St. Denis Obst- und Gemüsemarkt. Die Auswahl an frischem Obst ist enorm, und so findet man hier neben Ananas, Mangos, Bananen und Goyavier auch Litschi, Kaki und Yak- Frucht, die von den Réunionais liebevoll P'tit Jaque (Kleiner Hans) genannt wird. Ein treffender Name für die größte Frucht der Welt (bis zu 40kg)! Natürlich gibt es auch einige Souvenirstände, jedoch sollte man dafür lieber zum Künstlermarkt, dem Grand Marchée am westlichen Ende der Fußgängerzone gehen. Dort findet man ein riesiges Angebot an allerlei Kunsthandwerk und Souvernirs.
Biegt man kurz vor der Markthalle an der Rue de Paris in Richtung Norden ab, so kommt man nach wenigen Metern zu einem der schönsten Gebäude der Stadt, dem ehemaligen Hôtel de Ville (siehe Foto auf der ersten Seite).

Das indische Takeaway 'Le Massalé'
Das indische Takeaway 'Le Massalé'

Läuft man weiter in Richtung Meer, empfehle ich an der Kreuzung mit der Rue Alexis de Villeneuve einen kleinen Abstecher zu meinem Lieblingsrestaurant zu machen, dem indischen Takeaway Le Massalé. In dem kleinen Laden gibt es eine hervorragende Auswahl an leckeren Samoussas (mit Fleisch, Fisch oder Käse gefüllte Teigtaschen), Bouchons (gefüllte chinesische Teigkugeln), Tikkas, Beignet, Alou Pouli, und 'zig anderen Spezialitäten. Man läßt sie sich am besten vom Chef persönlich erklären. Er spricht sehr gut Englisch. Dazu trinkt man am besten ein Glas seines hervorragenden indischen Tees, aber Achtung: Es besteht akute Suchtgefahr! ;-) Alles in allem wirklich empfehlenswert und obendrein noch überraschend günstig!
Frisch gestärkt erreicht man nun den am Meer gelegenen Stadtpark Le Barachois. Schlendert man so an der Uferpromenade entlang, vorbei an den vielen Cafés und Restaurants, so fühlt man sich fast schon wie in Südfrankreich. Es wird Pétanque gespielt (eine Art Boccia), von anderswo hört man das typische Knallen der Dominospieler, wenn sie mit Schwung ihre Steine auf den Tisch plazieren. Besonders schön ist der Park auch am Abend, wenn die Sonne glutrot hinter dem Horizont verschwindet.

Réunions Palmspiders


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