Sacred Valley


Die Inkafestung Ollantaytambo Ollantaytambo

Die Inkafestung Ollantaytambo liegt in der Nähe des gleichnamigen Ortes im Urubamba- Tal. Sie ist neben Machu Picchu und Saqsaywáman die dritte, große Inkaruine in der Cusco- Region.
Die Festung liegt an einer strategisch wichtigen Stelle und wurde, obwohl zur Zeit der spanischen Eroberungszügen noch nicht vollendet, von Pizarro erfolglos angegriffen.
Der Aufstieg erfolgt über eine steile Treppe vorbei an den künstlich angelegten Terassen, die mit einem auch heute noch funktionierenden, ausgeklügelten Kanalsystem bewässert werden.

Der Tempelbezirk befindet sich auf dem höchsten Punkt der Festungsanlage und nicht wenige Besucher sind nach Erreichen richtiggehend außer Atem. Ist für viele halt doch eine ungewohnte Höhenlage. Unterwegs kommt man an mehreren exakt behauenen Steinmauern vorbei. Sie stehen in ihrer Qualität der Steinmetzkunst von Machu Picchu und Saqsaywáman in nichts nach. Die Felsblöcke hierfür wurden vom gegenüberliegenden, mehrere Kilometer entfernten Berghang herbeigeholt. Es ist nur zu erahnen, was für unglaubliche Strapazen dieser Transport für die Erbauer bedeutete.


Ollantaytambo
Eine der exakt behauenen, fugenlosen Festungsmauern

Nach seiner Niederlage in Saqsaywamán floh Manco Inca nach Ollantaytambo. Hier überstand er aufgrund der schier unüberwindlichen Festungsmauern die Angriffsversuche Pizarros. Als die Spanier zur entscheidenden Schlacht mit einer verstärkten Armee anrückten, zog sich der Inkakönig kampflos in die verlorene Stadt der Inkas, nach Vilcabamba zurück.


Blick von der Festung auf das Dorf Ollanta
Blick auf die Ortschaft Ollantaytambo

Vom höchsten Punkt der Festungsanlage hat man einen schönen Blick auf die kleine Ortschaft Ollantaytambo und den gegenüberliegenden Bergsporn, in dessen Fels ein überdimensionales Gesicht eines Inkakönigs eingemeiselt wurde.


Chinchero

Von Ollantaytambo fuhren wir wieder zurück in Richtung Cusco. Unterwegs hielten wir mehrmals an, um die atemberaubende Landschaft des Urubamba- Tals genießen zu können.
Letzte Station der Tagestour war das Dorf Chinchero, wo wir die berühmte Kirche und den Dorfmarkt besuchten. Chinchero liegt in einer Höhe von 3.700m über dem Meeresspiegel, ist also nochmals 400m höher als Cusco. Deshalb sollte man, wenn man noch nicht akklimatisiert ist, den Aufstieg vom Busparkplatz zur Kirche langsam angehen.


Alte Frau in Chinchero
Alte Indiofrau in Chinchero

Jeden Sonntag findet auf dem Dorfplatz unterhalb der Kirche der Wochenmarkt statt. Er ist bei weitem nicht so groß und touristisch wie der in Pisac, jedoch, oder gerade deswegen lohnt sich ein Besuch.
Möchte man lieber etwas relaxen, sollte man sich mit einem leckeren Fleischspieß von einer der vielen Garküchen bewaffnen und sich auf die, den Dorfplatz umgebende Inkamauer setzen. Von dort hat man einen tollen Ausblick auf die schneebedeckten Berge und kann das bunte Treiben auf dem Markt beobachten.


Kirche in Chinchero
Blick auf den Hauptaltar der Kolonialkirche in Chinchero

Sehenswert ist in jedem Fall die alte Kirche, die hinter dem Marktplatz liegt. Von außen eher schlicht wirkend, besitzt sie einen wunderschönen, mit filigranen Schnitzereien verzierten Altar. Nicht weniger schön ist die mit vielen Gemälden ausgestattete Holzdecke.

Kondor



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