Da ich größten Wert auf die Qualität der Vergrößerungen lege,
habe ich den Workflow, wie auch die verschiedenen Reproduktionsverfahren über einen längeren Zeitraum hinweg getestet,
bis ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden war.
Wie (leider) nicht anders zu erwarten war, ist der von mir favorisierte und auch praktizierte Workflow recht zeit-
und kostenintensiv, liefert aber die mit Abstand besten Ergebnisse.
Dies rechtfertigt meines Erachtens auch die höheren Preise.
Nachfolgend einige Erläuterungen zur verwendeten Technik, Hardware, und zum groben
Ablauf von der Aufnahme bis hin zur fertigen DIN A3- Vergrößerung.
- Scanner
Bis 2003 fotografierte ich ausschließlich im analogen Kleinbildformat auf Negativfilmmaterial.
Anfängliche Versuche die Negative mit einem guten Flachbettscanner samt Filmstreifenaufsatz einzuscannen,
waren allesamt ernüchternd. Es wurde schnell klar, daß nur ein hochwertiger Filmscanner
das notwendige Potential hat, um aus den Kleinbildoriginalen die letzten Details und Farbabstufungen
herauszukitzeln. Nachdem ich mich mittels Testberichte und den einschlägigen Newsgroups
ausgiebigst informiert hatte, fiel meine Wahl schon bald auf den 4000dpi Profiscanner und zigfachen Testsieger
Nikon Super Coolscan 5000 ED, der auch von Fotolabors eingesetzt wird.
Die Scanergebnisse hauten mich schlichtweg um und rechtfertigen meiner Meinung nach den hohen
Anschaffungspreis. Allerdings muß man sich intensiv mit dem Scanner und vorallem der Software und deren
Einstellmöglichkeiten auseinandersetzen, möchte man gute Scanergebnisse erhalten.
- Filmempfindlichkeit
Es hat sich schon bald gezeigt, daß für qualitativ hochwertige Fotovergrößerungen
nur Filmmaterial mit ISO 100 bis maximal 200 in Frage kommen, da bei höheren ISO- Werten das Auflösungsvermögen
der Filme deutlich abfällt. Zudem erkennt man auf DIN A3 - Vergrößerung ab ISO 400
bereits deutlich die Filmkörnung.
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Digitale Fotografie
Ende 2003 bin ich ins digitale SLR- Lager gewechselt, wodurch sich (natürlich) das Scannen erübrigt hat.
Die Ergebnisse sind im Hinblick auf Auflösung und Details bis zu einer Bildgröße
von DIN A3 augenscheinlich besser als Negativ-Vergrößerungen.
Wollte das selbst nicht glauben bis ich die ersten Ausbelichtungen in der Hand hielt.
- EBV - Nachbearbeitung der Scandatei
Sicherlich eine Wissenschaft für sich, und definitiv ein wichtiges Glied in der langen "Workflow-Kette".
Vom unbearbeiteten Scan bis zur fertigen Abgabedatei muss ich erfahrungsgemäß mit ein bis zwei
PC-Stunden rechnen.
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Ausbelichtung
Bereits nach wenigen Vergleichtests war klar, daß nur eine "echte" Ausbelichtung auf hochwertigem Fotopapier
für meine Bilder in Frage kommen würde. Professionelle Ausdrucke - selbst auf speziellem Fotopapier -
haben im direkten Vergleich einfach nicht den Kontrastumfang, die Brillianz und Auflösung wie eine Ausbelichtung.
Ausbelichtung ist aber nicht gleich Ausbelichtung! Und so kommt für mich nur eine Ausbelichtung per Hand
in einem professionellen Fotolabor in Frage, auch wenn dies doppelt so teuer ist wie in den Großlabors.
Von letzteren halte ich allerdings im Hinblick auf gleichbleibende Qualität nicht wirklich viel.
Entscheidend für die Qualität der Bilder ist zudem
noch das verwendete Fotopapier. Während in Großlabors und bei Billigangeboten hieran oft
als erstes gespart wird, verwende ich ausschließlich das bestmögliche Papier
(Kodak Professional Endura oder Vergleichbares).
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Testbilder
Von jedem Galeriebild wurde zuvor mindestens eine Testausbelichtung in Originalgröße angefertigt.
Es hat sich nämlich gezeigt, daß ein letzter "Feinschliff" nur unter Zuhilfenahme
einer Originalausbelichtung möglich ist. Am Bildschirm wirken die Farben oftmals ganz anders,
und kleine Bearbeitungsfehler werden in der Regel gar nicht erkannt.
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Karsten Rau
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Letzte Änderung: 02.09.2004
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