Schon bald darauf verzweigt sich die Dirt Road. Wo man seine "Entdeckungsreise" beginnt, ist eigentlich egal, denn
die schroffen Klippen der White Rocks beherbergen auf ihrer gesamten Länge zahllose Seitentäler und Felsnischen, die nur darauf
warten, ausgiebig erkundet zu werden. Man kann nun entweder weiter in nördlicher Richtung fahren, oder aber
nach links abbiegen, und dem Flussbett des Coyote Creek nach Nordwesten folgen.
Einen fantastischen Ausblick hat man übrigens von der Abbruchkante der auf der rechten Talseite verlaufenden
Klippen (siehe Foto oben). Hierzu sucht man sich eine der flach ansteigenden Aufstiegsmöglichkeiten in Richtung
Chimney Rock und läuft dann die Abbruchkante in nördlicher Richtung entlang. Von dort hat man
immer wieder neue spektakuläre Einblicke in die bizarre Felslandschaft der White Rocks.
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Auch wenn das ebene Gelände und die auf den ersten Blick gute Dirt Road zum "Heizen" verleiten,
sollte man speziell mit einem Pkw aufpassen, denn der Weg ist übersät mit vielen kleinen
Gräben und Schlaglöchern, die natürlich Gift für die zierlichen Stoßdämpfer
der Asphaltflitzer sind. Mit einem 4WD kann man die ganze Sache schon wesentlich lockerer angehen! ;-)
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Spektakuläre Felsnadel in den White Rocks |
Biegt man kurz vor Erreichen des Felsturms nach rechts in ein kleines Seitental ab, kommt man zu einer der größten Hoodoogruppen mit einem guten halben Dutzend weißer "Steinpilze". Blickt man von dort hinauf zur Abbruchkante erkennt man noch eine weitere, etwas versteckte Gruppe, die in luftiger Höhe auf einem kleinen Plateau liegt (siehe nächstes Foto).
White Rocks Hoodoos |
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag, daß man zu dieser zweiten "Hoodoo- Familie" aufsteigen könnte, ist dies eigentlich relativ problemlos möglich. Man läuft hierzu bis zum Ende des rechten Seitentals und steigt dann die nördliche Flanke in Richtung der Hoodoos auf. Bereits nach einer viertel Stunde hat man ohne größere Klettereinlagen den Fuß der Felstürme erreicht. Nur von dort oben kann man die Gruppe vernünftig ablichten. Wer will kann von dort mit etwas Geschick noch die letzten 20 Höhenmeter bis zur Abbruchkante hochsteigen, allerdings ist der Weg übersät mit losen Felsbrocken und -platten, und gestaltet sich daher nicht ganz einfach. Oben angekommen, wird man dann aber mit einem fantastischen Ausblick auf die östlichen White Rocks belohnt. |
Um den westlichen Teil der White Rocks zu erkunden, folgt man am besten dem Flussbett des
Coyote Creek. Führt es Wasser oder ist es verschlammt,
kann man das gleich wieder vergessen, aber auch bei - auf den ersten Blick - trockenen Bedingungen, gibt es
immer wieder einmal feuchte Abschnitte, die einen 4WD voraussetzen. Mit einem Pkw hat man da keine Chance
und sollte es auch tunlichst bleiben lassen.
Kurz hinter der Querung des Weidezauns schwenkt man hierfür nach halblinks und folgt den meistbefahrenen
Weg nach Nordwesten, wo man schon bald das Flußbett des Coyote Creek erreicht. Bevor man allerdings reinfährt, sollte man
sich noch einmal sicherheitshalber davon überzeugen, daß es auch befahrbar ist. Meistens sieht
man im Flussbett mehrere Reifenspuren von Quads, was schon einmal ein gutes Zeichen wäre! ;-)
Allerdings darf man dabei nicht vergessen, daß solche Quad- Bikes aufgrund ihres geringen Gewichts und der grobstolligen Bereifung
natürlich wesentlich geländetauglicher sind als ein Jeep.
Am besten fährt man nun einfach im Flussbett weiter. Gelegentlich trifft man auf andere Reifenspuren,
die das Flussbett wieder verlassen, um einige der Schleifen abzukürzen oder heikle, weil schlammige
Passagen zu umgehen. Je länger man dem Coyote Creek folgt, desto höher werden die
Uferkanten, was ein Verlassen des Flussbettes in manchen Abschnitten unmöglich macht.
Nicht nur aus diesem Grund sollte man auf jeden Fall noch einmal die Wetterlage abchecken, bevor man sich auf den langen Weg zu den nordwestlichen White Rocks
macht! Nicht das es Euch so ergeht, wie mir bei meinem Besuch im November 2002! ;-) Damals wurde ich
nämlich beinahe von einem herannahenden Gewitter überrascht, als ich bereits mehrere Kilometer
im Coyote Creek unterwegs war. Innerhalb einer viertel Stunde war die pechschwarze Gewitterfront
so bedrohlich nahe gekommen, daß mir nichts anderes übrig blieb als schleunigst umzudrehen,
und mich mit erhöhtem Pulsschlag auf den einstündigen Rückweg nach Churchwells zu
machen. Wäre ich vom Gewitter und der damit verbundenen Flash Flood im Flußbett
überrascht worden, hätte ich mir eine wirklich gute Ausrede bei ALAMO
für den abgesoffenen Jeep einfallen lassen müssen! :-)
Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, vor meiner "Flucht" noch ein paar Fotos
der herannahenden Gewitterfront zu machen... ;-)
| Copyright 1999-2003 Karsten Rau | Letzte Änderung: 24. Januar 2003 |