Das Top Rock- Plateau ist das Hauptmassiv innerhalb der Coyote Buttes und gleichzeitig geographische Grenze zwischen der North und South Unit. Durch seine hellgraue, fast schon weiße Farbe ist es zudem ein guter Orientierungspunkt während längerer Touren in den Coyote Buttes. Wer im nördlichen Abschnitt unterwegs ist, sollte es nicht versäumen auch die nahegelegene Nordseite des Top Rock zu erkunden, denn sie beherbergt viele weitere Sehenswürdigkeiten.
Auch ein Aufstieg ist möglich, allerdings gibt es aufgrund der steilen Flanken nur wenige nichttechnische Routen. Die einfachste, und von mir auch empfohlene Variante ist wohl der Aufstieg über die Nordwestflanke des Massivs, da dort die Neigung des Felses ein Begehen ohne größere Klettereinlagen zulässt. Zum Glück ist der Fels - ähnlich wie die Slickrockgebiete Utahs - äußerst griffig, so daß die Sohlen der Wanderschuhe auch noch bei extremen Schräglagen Halt finden. Trotzdem, ein wenig Geschick und etwas Kondition braucht man schon, wenn man bis ganz nach oben möchte, zumal der Abstieg wie so oft den noch weitaus schwierigeren Part darstellt.
Steht man allerdings erst einmal oben, erwartet einem ein fantastischer Ausblick auf das nahezu komplette Gebiet der
Coyote Buttes. Im Norden erkennt man den Buckskin Gulch, im Osten die markanten Felskegel
der North und South Teepees
und im Süden sogar die Cottonwood Teepees der South Unit.
Doch auch wer sich einen Aufstieg nicht zumuten will, findet am Fuße des Top Rocks mehrere lohnende Ziele
So liegen auf einem kleinen Zwischenplateau an der Nordseite unweit der Wave mehrere wunderschönen Brain Rocks, deren Form
einen wirklich an überdimensionale Gehirne erinnern. Verbunden mit den intensiven Gelbtönen des Navajo Sandsteins sind sie ein
echter Hingucker und ergeben ein faszinierendes und zugleich einmaliges Motiv.
Von den Brainrocks sucht man sich nun eine Aufstiegsroute zum nächsthöher gelegenen Plateau. Von dort kann man die nahezu komplette Route zum Wire Pass TH zurückverfolgen. Ich kann nur jedem empfehlen, sich dort oben einmal fünf Minuten Zeit zu nehmen, und sich das Gebiet, markante Wegpunkte und die Route noch einmal etwas genauer und in aller Ruhe einzuprägen. Hierzu sollte man auch ruhig die Übersichtskarte, die man an der Ranger Station erhalten hat, als Orientierungshilfe mit heranziehen. Das wirkt beim späteren Routefinding auf dem Rückweg wahre Wunder, ehrlich! ;-)
Folgt man dem oberen Plateau nach Osten, hat man eine schöne Aussicht auf die Felskegel der
North und South Teepees, denen ich einen getrennten Bericht gewidmet habe.
Wer will, kann nun nach Belieben entlang der Ostflanke auf weitere Entdeckungsreise gehen. Dort ist übrigens auch
mit etwas Geschick ein Abstieg vom Plateau möglich. Blickt man gen Süden, kann man in der Ferne die
Cottonwood Spring samt gleichnamiger Teepees erkennen, welche bereits im südlichen Abschnitt liegen,
und für mich zu den absoluten Höhepunkten der gesamten Coyote Buttes zählen.
| Copyright 1999-2002 Karsten Rau | Letzte Änderung: 12. Januar 2003 |