Die North und South Teepees sind wohl die markantesten Felsgebilde der gesamten Coyote Buttes und ein für Wanderer willkommener, weil unverwechselbarer Orientierungspunkt. Sie liegen eineinhalb Kilometer östlich des Top Rock- Massivs, und erheben sich so unvermittelt aus der wüstenähnlichen Landschaft, daß man aus der Ferne wirklich meinen könnte, es handle sich dabei um zwei Indianerdörfer mit mehreren, (zugegebenermaßen überdimensionalen) Teepee- Zelten. Es hält sich aber auch gleichzeitig das hartnäckige Gerücht, daß es sich dabei wohl eher um die Häufchen von Riesenkojoten handelt! :-))
Auch wenn man durchaus von der im südlichen Abschnitt gelegenen Cottonwood Spring zu den Teepees wandern kann, lassen sie sich doch weitaus besser mit einem Besuch der North Unit verbinden. Startet man z.B. von der Wave, muß man etwa eine halbe Stunde bis zu den nördlichen und weitere 10 Minuten bis zu den südlichen Teepees rechnen. Zuerst würde ich allerdings die weiter entfernten South Teepees anlaufen, da man auf dem Hinweg noch etwas fitter ist und zudem die North Teepees noch etwas spektakulärer sind als ihr südliches Pendant.
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Die relativ kurze Entfernung sollte man zeitlich nicht unterschätzen, denn der Weg führt querfeldein
über mehrere Dünen und durch größtenteils tiefen Sand, was die Sache anstrengender macht,
als man erwartet. |
Blick von den North Teepees hinüber zum Top Rock |
Das Gelände ist übersät mit niedrigem Buschwerk, und so empfehle ich
lange Hosen für die Wanderung. Auch sollte man immer ein wachsames Auge haben, wo man hintritt, nicht
daß man noch eine im Schatten der Büsche schlafende Klapperschlange aufweckt! ;-)
Die einzelnen Felskegel der südlichen Teepee- Gruppe liegen im Vergleich zu ihren nördlichen Pendants
etwas weiter verstreut, und wirken daher im ersten Moment nicht ganz so spektakulär wie die eng
aufeinandersitzenden North Teepees. Trotzdem haben sie natürlich ihren ganz speziellen
Reiz und eignen sich vorallem perfekt zum Ablichten einzelner Felskegel, sowie für Panoramashots.
Hierzu klettert man - wenn man es sich zutraut - am besten auf einen der "Zuckerhüte". Ob des griffigen
Navajo Sandsteins ist das bei vielen Teepees kein großes Problem, und macht
richtiggehend Spass. Überhaupt sieht man sich nach einiger Zeit des Erkundens und Kletterns in diesem
fast schon "perfekten" Abenteuerspielplatz in seine Kindheit zurückversetzt! ;-)
| Copyright 1999-2002 Karsten Rau | Letzte Änderung: 12. Januar 2003 |