Die Coyote Buttes South sind um einiges abgelegener und deshalb schwieriger zu
erreichen als die North Unit. Dennoch gibt es auch hier mit dem Lone Tree Reservoir
zumindest einen Trailhead, der bei guten Bedingungen durchaus mit dem PKW angefahren werden kann.
Einige der größten Sehenswürdigkeiten sind aber nur über die weiter östlich gelegene
Cottonwood Cove zu erreichen, was allerdings einen Geländewagen mit Allradantrieb
und hoher Bodenfreiheit zwingend voraussetzt.
Orientierung
Die Zufahrt erfolgt, wie auch bei den Trailheads des nördlichen Abschnitts,
über die House Rock Valley Road (siehe Beschreibung dort).
Die von der Paria Contact Station ausgehändigte Zufahrtskarte
ist nicht viel mehr als ein grober Anhalt, allerdings sind zumindest die Entfernungsangaben
zwischen den einzelnen Wegpunkten relativ präzise.
Möchte man sich vernünftiges Kartenmaterial mitnehmen, dann empfehle ich die USGS 7,5' Quads
im Maßstab 1:24.000. Die Route zur Cottonwood Cove ist auf dem Gebiet von Arizona mit den
beiden Kartenblättern 'Coyote Buttes' und 'Poverty Flat' abgedeckt. Darauf sind
Lone Tree Reservoir, Paw Hole und Poverty Flat sogar namentlich genannt, und auch die Zufahrt ist
komplett eingezeichnet.
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Übersichtskarte der Trailheads und Wegpunkte
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Lone Tree Reservoir
Obwohl als Hauptstartpunkt für die Coyote Buttes South angegeben, ist das Lone Tree Reservoir
eigentlich gar kein "richtiger" Trailhead. Vielmehr machte das BLM hier eine Not zur Tugend, denn mit dem Beginn
der anspruchsvollen Lower Paw Hole Road betritt man endgültig "4WD Country".
PKWs haben hier keine Chance mehr. So entschied man sich, am Lone Tree Reservoir einen "PKW- Trailhead"
einzurichten, und lässt die Asphalt- Cowboys die zweieinhalb Meilen zum (eigentlichen) Startpunkt
Paw Hole zu Fuss weiterlaufen.
Wer einen Jeep mit hoher Bodenfreiheit und "Schmackes" unter der Haube hat, kann (und sollte) sich allerdings der
Herausforderung "Lower Paw Hole Road" stellen. Zumindest bis zum Trailhead müsste dies bei guten
Bedingungen auch für 4WD- Neulinge machbar sein, obwohl bereits auf den ersten Meilen einige
heftige Felsstufen zu überwinden sind. Mit einem "kampferprobten" Geländewagen und einer behutsamen
Fahrweise macht der Weg eigentlich sogar richtiggehend Spass! ;-)
Nach zweieinhalb "kurzweiligen" Meilen erreicht man schließlich den Paw Hole Trailhead.
Paw Hole Trailhead
Dieser ist durch ein Hinweisschild "Paw Hole. Please walk from here" relativ einfach zu finden.
Wenige Hundert Meter dahinter erkennt man bereits die ersten rotbraunen Teepees der gleichnamigen Felsgruppe.
Wer allerdings nur wenig Zeit mitbringt, sollte sie, wenn überhaupt nur kurz besuchen, und lieber zu den
noch spektakuläreren Cottonwood Teepees weiterfahren, die an Farbenpracht und einzigartigen
Felsformationen noch eins drauf setzen!
Östlich des Paw Hole- Trailheads wird die Piste äußerst sandig. Hier trennt sich
die Spreu vom Weizen, denn um nicht in den tiefen Sandlöchern stecken zu bleiben, kann man gar nicht
genug Pferde unter der Haube haben. Mein Tipp: Schwierige Sandlöcher ruhig zuvor per Fuß erkunden und
tiefe Spuren einebnen. Danach mit etwas Schwung durchfahren und die Kiste immer in Bewegung halten. Wer anhält,
kann in der Regel schon mal die Sandschaufel rausholen! ;-)
Knappe 3 Meilen hinter dem Paw Hole TH trifft man schließlich auf die BLM Road #1066,
der man nun in nördlicher Richtung folgt. Direkt hinter der Kreuzung erkennt man das
Windrad und die verlassenen Hütten der Poverty Flat Ranch. Ein kurzer Abstecher
dorthin lohnt sich.
Die Strasse bleibt zwar nachwievor sehr sandig, ist aber dafür erst einmal relativ eben.
Die erste halbe Meile nördlich der Ranch fährt man parallel zu einer Landebahn für Kleinflugzeuge,
wobei mir ein Rätsel bleiben wird, wie hier welche heil runterkommen sollen. ;-)
Nach einer weiteren halben Meile beginnt die Abfahrt in Richtung Cottonwood Cove. Hier sollte
man die Wegverhältnisse genau beobachten, denn der Anstieg auf dem Rückweg ist im tiefen Sand um
einiges schwieriger als die Abfahrt.
Eine weitere Meile später hat man es schließlich geschafft! Links und rechts der Strasse
erkennt man mehrere Parkbuchten.
Einziger Anhaltspunkt, daß man richtig ist, sind neben den Parkbuchten
die nordwestlich in einiger Entfernung erkennbaren Felsgruppen der Cottonwood Teepees.
Eine Registration Box sucht man am Trailhead allerdings vergebens.
Grundsätzlich könnte man auch noch die 1.4 Meilen bis zum Ende der Strasse nahe der Cottonwood Spring
weiterfahren, allerdings wird die Dirt Road hier noch einmal äußerst sandig und hat zudem ein
nicht zu unterschätzendes Gefälle. Kann ich daher nicht empfehlen (auch wenn ich es mir bei meinem ersten Besuch
nicht verkneifen konnte *g*)! Die Strasse endet als Wendekreis direkt oberhalb der Cottonwood Spring,
in Höhe der geographischen Grenze zwischen North und South Unit. Von hier hat man
einen tollen Ausblick auf den Top Rock und die gar nicht mal so weit entfernten South und
North Teepees (siehe Foto).
Für die ca. 24 Meilen lange Strecke vom Beginn der House Rock Valley Road bis zum
Cottonwood Cove TH via Paw Hole muß man ca. 1,5 Stunden ansetzen.
Südliche Umgehung der Lower Paw Hole Road
Sollte es, wie bei
meinem ersten Besuch, aufgrund einer Überschwemmung nicht möglich sein vom Lone Tree in Richtung
Paw Hole weiterzufahren, kann man noch folgende Umgehung versuchen:
Vom Lone Tree Reservoir fährt man weiter auf der House Rock Valley Road, bis man nach
3.9 Meilen die Kreuzung mit der BLM Road #1017 erreicht. Dieser folgt man
weitere 3 Meilen nach Osten, wo die BLM Road #1066 in Richtung Cottonwood Cove
abzweigt. Ab hier kommt man nur noch mit 4WD voran. Nach gut 6 Meilen trifft man schließlich
bei der verlassenen Poverty Flat Ranch wieder auf die Lower Paw Hole Road.
Für die Umgehung muß man eine gute halbe Stunde mehr einkalkulieren, als für die direkte
Verbindung Lone Tree - Paw Hole - Poverty Flat.
| Copyright 1999-2003 Karsten Rau | Letzte Änderung: 12. Januar 2002 |