Ein weiteres Highlight der Cottonwood Teepees ist die "Rote Grotte", die gut versteckt im Herzen der Cottonwood Cove liegt. Umgeben von nahezu senkrechten Felswänden verfügt sie nur über einen einzigen, schmalen Zugang, den man noch dazu leicht übersehen kann. Und so war es auch bei mir mehr ein Zufall, daß ich diese Felsgrotte während meines ersten Besuchs dort entdeckte.
Während meiner Suche nach Fatalis 'Altar of Sacrifice'- Location (siehe letzte Seite!), machte ich mir, sobald ich mal wieder auf eine der raren Fußspuren traf, die Mühe, diese auch ein klein wenig zu verfolgen. Ich erhoffte mir insgeheim, daß wenn diese von Rangern auf ihrem Kontrollgang stammen sollten, sie mich vielleicht zu einigen weiteren Highlights führen könnten. Tja, und als ich an einer langegezogenen Sanddüne dann auf einmal auf vier unterschiedliche Fußspuren traf, war das für Coyote Buttes South- Verhältnisse schon eine kleine Sensation! ;-) Und so mußte ich natürlich der Sache auf den Grund gehen, was mich schließlich zum Eingang der Red Grotto führte.
Bevor man den Zugang erreicht, muß man allerdings noch eine Sanddüne erklimmen, die den Aufstieg in der Mittagshitze zu einem anstrengenden Unterfangen macht. Oben angekommen, stößt man auf die Überreste eines Stachelsdrahtzauns, dessen ursprüngliche Funktion mir nicht ganz klar wurde. Egal, direkt dahinter öffnet sich der schmale Zugang zu einer nahezu kreisrunden Fläche mit einem Durchmesser von vielleicht 40 Metern. Bereits am Eingang findet man rechts wunderschöne und vorallem farbintensive Maserungen im Navajo Sandstein (siehe Foto oben).
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Die eigentliche Grotte befindet sich weiter rechts und ist eigentlich nichts weiter als eine stark
überhängende Felswand. Durch mehrere ausladende Gesteinsschichten könnte man problemlos
darunter campieren und würde bei einem Regenguss dabei nicht einmal nass werden. |
Red Grotto |
Aufgrund der relativ hohen Felswände befindet sich die Rote Grotte tagsüber
größtenteils im Schatten. Fototechnisch gesehen ist dies kein Problem, solange man
es vermeidet, gleichzeitig Bereiche intensiver Sonneneinstrahlung mit auf das Bild zu bekommen.
Mit solch starken Kontrasten käme wohl keine Filmentwicklung mehr klar.
Das Zuschalten eines Aufhellblitzes würde ich nicht empfehlen (was nicht heißen soll,
daß man nicht auch einige Fotos mit demselbigen machen sollte), wodurch die Verwendung
eines Stativs zumindest bei kleiner Blende und unempfindlichen Film notwendig wird.
Die Fotos auf dieser Seite haben alle Belichtungszeiten von ca. 0,5 - 2sec bei maximaler Blendenzahl
und 100er Filmmaterial.
| Copyright 1999-2003 Karsten Rau | Letzte Änderung: 18. Januar 2003 |