Cottonwood Teepees

The Golden Wall

Nur ein paar hundert Meter von der Red Grotto entfernt, befindet sich ein weiteres Highlight der Cottonwood Teepees, die spektakuläre Golden Wall. Sie läuft auf einer Länge von gut 100 Metern am Fuß einer größeren Teepee- Gruppe entlang. Ich bin ja als Coyote Buttes- Wiederholungstäter wirklich schon mit so manch einer wunderschönen Maserung des Navajo Sandsteins verwöhnt worden, allerdings setzte die Golden Wall bezüglich filigraner Strukturen wirklich noch eins drauf.

The Golden Wall
The Golden Wall

Die Golden Wall besteht aus ungezählten, hauchdünnen Steinplatten, die größtenteils überstehen und dadurch eine einzigartige fast schon plastische Maserung ergeben. Hierin verfängt sich förmlich das Licht, und verbunden mit dem Schattenspiel der Felsplättchen wirkt die Felszeichnung dermaßen abstrakt, daß der Betrachter direkt Probleme hat, Fixpunkte zu finden. Während die meisten Schichten nur wenig überstehen, ragen in unregelmäßigen Abständen immer wieder einmal einzelne, abgerundete Platten bis zu 10, 20 Zentimeter aus der Wand. Diese hatten eine frappierende Ähnlichkeit mit den mit Hornplatten bewehrten Rücken mancher Riesenechsen.

Golden Wall
Die filigrane Maserung der Golden Wall

Die Maserung der Golden Wall ist aufgrund der hauchdünnen Plättchen unglaublich empfindlich und deshalb sollte man es unbedingt vermeiden, hinaufzuklettern. Speziell der Abschnitt zwischen der Hauptwand und der etwas abgesetzten Golden Wall wurde anscheinend schon des öfteren bestiegen und daher findet man hier bereits eine sichtbare Beschädigung der Maserung durch abgebrochene Felsplatten.

Fotografiertipps

Erreicht man die Golden Wall in der Mittagszeit, wird man ob der Farben fast ein wenig enttäuscht sein. Die Golden Wall entfaltet ihre fantastischen Farben nämlich erst im warmen Sonnenlicht des späten Nachmittags. Speziell das nördliche Ende der Felswand erstrahlt dann in einem schier unglaublichen Licht und macht ihrem Namen alle Ehre.
Für Fotografen empfehle ich daher, einen Besuch in die letzte Stunde vor Sonnenuntergang zu legen ('Golden Hour'). Wie auch bei der Second Wave ändern sich zudem die Farben innerhalb dieser Stunde noch einmal enorm, so daß sich ein längeres Warten lohnt. Bei bedecktem Himmel hat man leider Pech gehabt, und sollte sich dann besser auf einige schöne Detail- oder Makroaufnahmen der Maserung konzentrieren.

Cottonwood Teepees

"Durchblick" nahe der Roten Grotte


Weiterhin empfehle ich die Verwendung eines Polfilters, der die Farben noch einmal verstärkt, was sich vorallem beim Himmelsblau positiv auswirkt. Oftmals filtert dieser auch das durch den heißen Sand hervorgerufene Luftflimmern weg, wodurch die Tiefenschärfe erhöht wird.
Apropos Tiefenschärfe: Es bietet sich unter anderem an, die Golden Wall zusammen mit dem dahinter befindlichen Top Rock- Plateau abzulichten. Hierzu benötigt man natürlich maximale Tiefenschärfe (größte Blendenzahl), was dann aber die Verwendung eines Stativs voraussetzt.

Cottonwood Teepees
Nördliche Teepees. Links im Hintergrund der Top Rock


Auf der nächsten Seite machen wir uns auf die Suche nach Fatalis 'Altar of Sacrifice'.


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