Nur ein paar hundert Meter von der Red Grotto entfernt, befindet sich ein weiteres Highlight der Cottonwood Teepees, die spektakuläre Golden Wall. Sie läuft auf einer Länge von gut 100 Metern am Fuß einer größeren Teepee- Gruppe entlang. Ich bin ja als Coyote Buttes- Wiederholungstäter wirklich schon mit so manch einer wunderschönen Maserung des Navajo Sandsteins verwöhnt worden, allerdings setzte die Golden Wall bezüglich filigraner Strukturen wirklich noch eins drauf.
Die Golden Wall besteht aus ungezählten, hauchdünnen Steinplatten, die größtenteils
überstehen und dadurch eine einzigartige fast schon plastische Maserung ergeben.
Hierin verfängt sich förmlich das Licht, und verbunden mit dem Schattenspiel der Felsplättchen
wirkt die Felszeichnung dermaßen abstrakt, daß der Betrachter direkt Probleme hat, Fixpunkte
zu finden. Während die meisten Schichten nur wenig überstehen, ragen in unregelmäßigen
Abständen immer wieder einmal einzelne, abgerundete Platten bis zu 10, 20 Zentimeter aus der Wand.
Diese hatten eine frappierende Ähnlichkeit mit den mit Hornplatten bewehrten Rücken mancher Riesenechsen.
Die Maserung der Golden Wall ist aufgrund der hauchdünnen Plättchen unglaublich empfindlich und deshalb sollte man es unbedingt vermeiden, hinaufzuklettern. Speziell der Abschnitt zwischen der Hauptwand und der etwas abgesetzten Golden Wall wurde anscheinend schon des öfteren bestiegen und daher findet man hier bereits eine sichtbare Beschädigung der Maserung durch abgebrochene Felsplatten.
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Fotografiertipps
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"Durchblick" nahe der Roten Grotte |
Weiterhin empfehle ich die Verwendung eines Polfilters, der die Farben noch einmal verstärkt,
was sich vorallem beim Himmelsblau positiv auswirkt. Oftmals filtert dieser auch das durch den heißen
Sand hervorgerufene Luftflimmern weg, wodurch die Tiefenschärfe erhöht wird.
Apropos Tiefenschärfe: Es bietet sich unter anderem an, die Golden Wall zusammen mit dem dahinter
befindlichen Top Rock- Plateau abzulichten. Hierzu benötigt man natürlich maximale Tiefenschärfe
(größte Blendenzahl), was dann aber die Verwendung eines Stativs voraussetzt.
| Copyright 1999-2003 Karsten Rau | Letzte Änderung: 18. Januar 2003 |