Valley of the White Ghosts, Copyright

Wieder einmal war es ein Foto von Michael Fatali, welches mein verstärktes Interesse weckte. Auf seinem Bild Stone Temple war eine wunderschöne Gruppe weißer Hoodoos abgebildet, die ich bis dato noch nirgends gesehen hatte. Die für Fatali typischen, weil spärlichen Informationen zu der Location beschränkten sich auf ein Valley of Sodom & Gomorrah, worüber ich aber noch nichts gehört, geschweige denn gelesen hatte. Es folgte eine längere Phase intensiver Suche im Internet nach besagtem Tal, was aber zu keinem Ergebnis führte.

Valley of the White Ghosts
Die beiden "Wächter" am Eingang zum Valley of the White Ghosts

Ich dehnte daraufhin die Suche auf Hoodoo- Gebiete des Südwestens aus und wurde endlich auf der Website eines Landschaftsfotografen fündig. Dieser hatte unter anderem ein Foto der besagten Felsnadel in seinem Portfolio. Da auch hier keinerlei Bildinformationen vorhanden waren, schrieb ich ihm kurzerhand eine Email. Die Rückantwort ließ nicht lange auf sich warten: Die Hoodoogruppe befände sich demnach westlich von Page im Bereich der White Rocks. Eine genauere Beschreibung sei aber aufgrund der Größe des Gebietes nicht möglich.

Sunrise am Valley of the White Ghosts
Valley of the White Ghosts kurz nach Sunrise

Doch das war schon einmal ein erster Erfolg, denn nun konnte ich endlich meine Suche eingrenzen. Es dauerte auch nicht lange, bis mir GOOGLE daraufhin die Website eines weiteren Fotografen "ausspuckte", welche ebenfalls zwei Fotos der weißen Hoodoos enthielt. Auch hier ließ meine Email- Anfrage nicht lange auf sich warten. ;-) Der Fotograf bestätigte mir die erste Wegbeschreibung, und bot obendrein noch an, mir die genaue Lage und Zufahrt auf einer Karte zu zeigen. Ich sollte einfach bei ihm vorbeischauen, wenn ich vorort wäre. Volltreffer! ;-)
Und so war ich für meine bevorstehende USA- Tour im November 2002 bezüglich der weißen Hoodoos guter Dinge.


Bei der weiteren Urlaubsplanung stieß ich irgendwann auch auf Laurent Martrès, einen Landschaftsfotografen aus Los Angeles. Und siehe da, auch er hatte ein tolles Foto der weißen Hoodoos auf seiner Website ausgestellt (siehe Link unter Vorbereitung). Da ich mit ihm bereits wegen der Subway und der Second Wave in Emailkontakt getreten war, erzählte ich ihm von meinem Vorhaben, im anstehenden Urlaub auch die weißen Felstürme zu besuchen.

Dabei stellte sich heraus, daß die Location eigentlich noch gar keinen offiziellen Namen besitzt, was im Nachhinein auch erklärt, warum ich bei der Suche nach Fatalis' Valley of Sodom & Gomorrah erfolglos blieb.
Irgendwann hatte anscheinend auch Laurent aufgrund meines vielfachen "Nachbohrens" ein Einsehen, und schickte mir eine genaue Wegebeschreibung mit der Bitte diese nicht zu veröffentlichen. Denn eines wurde immer deutlicher: Das Valley of the White Ghosts war anscheinend äußerst fragil und wäre einem Besucheransturm auf Dauer nicht gewachsen.

Aus diesem Grund und der Bitte Laurents wird habe ich mich entschlossen, hier keine Wegbeschreibung zu veröffentlichen, sondern verweise vielmehr auf Laurent's Buch Photographing the Southwest, Volume 1: Southern Utah, wo der Weg bzw. die Zufahrt zu den "Towers of Silence" genau beschrieben wird.

White Ghosts
Karsten sichtlich beeindruckt ;-)

Im November 2002 war es endlich soweit. Nach den ersten beiden Nächten in Las Vegas startete ich in aller Frühe in Richtung Page. Die Vorfreude auf die White Ghosts war wirklich riesig, und da ich bereits um 15 Uhr an der Paria Contact Station eintraf, konnte ich es mir nicht verkneifen, dem Tal noch schnell einen ersten Besuch abzustatten, bevor ich zwecks Hotelsuche weiter nach Page fuhr.
Ich hatte mir nämlich vorgenommen, gleich am nächsten Morgen pünktlich zum Sonnenaufgang bei den White Ghosts zu sein, und so wollte ich einerseits die nicht ganz einfache Zufahrt, als auch den Zustand der Dirt Road abchecken, da ich ja die Strecke am nächsten Tag bei Dunkelheit fahren musste.

Einer der schönsten Geister
Eines der schönsten "Gespenster"

Auf der nächsten Seite erreiche ich zum ersten Mal die fantastischen Felsnadeln der White Ghosts.


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Copyright 1999-2003   Karsten Rau   Letzte Änderung: 10. März 2003